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Mommsen, Theodor, Jurist und Althistoriker (1817-1903)
Mommsen, Christian Matthias Theodor. Geboren am 30. November 1817 in Garding (Schleswig) als Sohn des evangelischen Pfarrers Jens (1783-1851) und dessen Frau Sophie Elisabeth (1792-1855) M., geborene Krumbhaar. Geschwister: Tycho (1819-1900), August (1821-1913), Johanna (1823-1834), Franz (1825-1828), Maria (1828-1893); Kinder: Marie (1855-1936), Wolfgang (1857-1930), Lisbeth (1859-1910), Karl (1861-1922), Kurt (1862-1869), Ernst (1863-1930), Käte (1864-1880), Oswald (1865-1865), Hildegard (1866-1951), Adelheid (1869-1953), Luise (1870-1957), Konrad (1871-1946), Anna (1872-1953), Hans Georg (1873-1941), Max (1874-1874), Otto (1876-1877).
Nach dem Gymnasialabschluss am Christianeum in Altona nahm M. 1838 ein juristisches Studium in Kiel, u.a. bei Johann Friedrich Kierulff (1806-1894) und Nikolaus Falck (1784-1850), auf; bereits zu dieser Zeit betrieb er auch philologische Studien, vor allem unter dem Einfluss Otto Jahns (1813-1869). 1843 wurde er nach dem juristischen Examen mit einer Dissertation Ad legem quem dicunt de scribis viatoribus praeconibus animadversiones bei Georg Christian Burchardi (1795-1829) in Kiel promoviert. Seine erste berufliche Tätigkeit als Lehrer an der Altonaer Mädchenschule wurde 1844 bis 1847 von Studienreisen nach Frankreich und Italien unterbrochen (vgl. Walser 1976), die durch ein Stipendium des dänischen Königs ermöglicht wurden. Auf seinen Italienreisen konnte M. sowohl erste lateinische Inschriften (inscriptiones) sammeln als auch bei Bartolomeo Borghesi (1781-1860), dem bedeutendsten Epigraphen der Zeit, seine Kenntnisse der Inschriftenkunde vertiefen. Nach M.s Rückkehr in den Schuldienst 1848 gehörte er einige Monate der Redaktion der separatistisch orientierten Schleswig-Holsteinischen Zeitung an (vgl. Gehrcke 1927), folgte jedoch noch im Herbst desselben Jahres einem Ruf nach Leipzig auf eine außerordentliche Professur für Römisches Recht, von der er 1851 wegen seiner Kritik am sächsischen Verfassungsentwurf in Folge der Durchsetzung der politischen Reaktion in Sachsen wieder entlassen wurde. Sein wissenschaftliches Renommee konnte M.s liberales Engagement nicht nachhaltig behindern: 1852 wurde er auf ein Extraordinariat nach Zürich, 1854 schließlich auf eine ordentliche Professur für Römisches Recht nach Breslau berufen. Am 10. September des Jahres heiratete M. Marie Auguste Reimer (1832-1907), Tochter eines Leipziger Verlegers. Mit ihr hatte er insgesamt sechzehn Kinder. Wohl in seiner Breslauer Zeit verfasste M. die ersten drei Bände seiner Römischen Geschichte, die den Zeitraum von der Frühzeit bis zum Ende der Republik, das M. mit der Schlacht bei Thapsus (46 v. Chr.) identifizierte, behandelte und für die er 1902 den Literaturnobelpreis erhielt. 1855 publizierte M. in einem fünften Band die Geschichte der römischen Provinzen während der Kaiserzeit, wohingegen der geplante vierte Band zum Prinzipat nie geschrieben wurde. An seiner statt sind 1992 jedoch Vorlesungsnachschriften M.s erschienen (vgl. Gizewski 1994). 1858 übersiedelte er mit dem Auftrag der Preußischen Akademie der Wissenschaften, das Corpus inscriptionum latinarum herauszugeben (Bände I, III, V, IX und X ed. M.) nach Berlin, wo er auch 1861 zum Professor für Alte Geschichte ernannt wurde. Zwischen 1874 und 1895 war er Sekretär der historisch-philologischen Klasse der Akademie. Neben dem Inschriftenkorpus gründete und betreute M. in dieser Zeit eine Anzahl weiterer, bedeutender Editionsprojekte wie die Abteilung der Auctores antiquissimi (seit 1882) in der Monumenta Germaniae Historica (MGH), das Corpus nummorum (seit 1888), sowie die bis heute einschlägigen Editionen des Corpus iuris civilis (1867) und des Codex Theodosianus (1905). 1905 wurde M. für seine Verdienste um die Erforschung der römischen Geschichte zum Ehrenbürger der Stadt Rom erklärt, bereits 1868 war ihm der Orden Pour le mérite für Wissenschaft und Künste, 1895 die Ehrenbürgerschaften von Berlin und Garding, seiner Geburtsstadt, verliehen worden. M. war ein in hohem Maße politisierter Mensch und Wissenschaftler, wenn auch der Versuch, M.s Biographie primär auf der Folie seiner politischen Betätigung zu schreiben (Wickert 1959ff.) zu recht auf Kritik gestoßen ist. Jedoch nahm M. seit den 1850er Jahren kontinuierlich am tagespolitischen Geschäft publizistischen Anteil. In den Legislaturperiode 1863/66 saß er für die von ihm mitbegründete Deutsche Fortschrittspartei, 1873/79 für die Nationalliberalen im Preußischen Abgeordnetenhauses, 1881/84 als Mitglied der Liberalen Vereinigung (Sezessionisten) im Deutschen Reichstag. Trotz seiner nationalliberalen Ausrichtung konnte M. über die Parteigrenzen hinweg über August Bebel (1840-1913) sagen, „daß mit einem Kopf wie Bebel ein Dutzend ostelbischer Junker so ausgestattet werden könnten, daß sie unter ihresgleichen glänzen würden“ (Die Nation, 13. Dezember 1902). Und so schrieb auch Karl Kautsky (1854-1938) über M.: „War seine Weltanschauung auch nicht die unsere, so war es doch eine mit einem weiten Horizont, und wie immer eine solche Weltanschauung sein mag, sie gibt demjenigen, dessen Forschen und Denken sie befruchtet, ein gewaltiges Übergewicht über den an der Erde klebenden Empiriker oder Aufstapler zusammenhangloser Tatsachen.“ (Die Neue Zeit, Nr. 06/1904). 1871 wurde M. seines Plädoyers für die Annexion Elsass-Lothringens wegen aus der Société nationale des Antiquaires de France ausgeschlossen. Mehrfach geriet er seit den 1870er Jahren in Konflikt mit Bismarck, dessen politischer Kurs nach der Reichsgründung seine Hoffnungen in eine liberal-konstitutionalistische Monarchie schwer enttäuscht hatte. Die Schrift Ein Wort über unser Judenthum (1880) als Antwort auf einen antisemitischen Artikel Heinrich von Treitschkes (1834-1896) ist als Berliner Antisemitismusstreit berühmt gewordenen (vgl. Rebenich 1997, S. 346-364). Trotz des Zeit seines Lebens betriebenen liberalen Engagements beklagte M., der immer ein animal politicum zu sein gewünscht hatte, in der vielzitierten Testamentsklausel von 1899 (Abdruck bei Heuss 1956, S. 282) seine geringe politische Wirkung. Er starb am 1. November 1903 in Charlottenburg (heute zu Berlin gehörig), sein Nachlass wurde 1933 erstmals in Teilen öffentlich zugänglich gemacht und liegt heute in der Hauptsache in Berlin, Bonn und Kiel. M.s Urenkel Hans (* 1930) und Wolfgang (1930-2004) zählen ihrerseits zu den bedeutendsten Historikern der Nachkriegszeit.
Das wissenschaftliche Wirken M.s kann grob in zwei Phasen geschieden werden: Ist sein früheres Werk noch geprägt vom Subjektivismus des politischen Historikers und den Grundsätzen der quellenkritischen Geschichtserzählung, wie sie Barthold Georg Niebuhr (1776-1831) formulierte, entwickelte M. in den 1850er Jahren eine zunehmend positivistische Skepsis gegenüber der erzählenden Historiographie, die er in zunehmenden Maße von der historisch-philologischen Wissenschaft getrennt wissen wollte. Vielmehr müsse es primärer Zweck der Wissenschaft sein, „daß die Archive der Vergangenheit geordnet werden“. Möglicherweise nahm M. auch aus diesem Grund von der Publikation des vierten Bandes der Römischen Geschichte abstand, obschon das Werk durch die Verleihung des Nobelpreises 1902 auch und gerade als literarisches Kunstwerk höchste Würdigung erfuhr. In das spätere Lebenswerk fallen in der Tat in der Hauptsache Editionsarbeiten und rechtshistorisch-dogmatische Untersuchungen, von denen viele, wie beispielsweise die Conscriptionsordnung der römischen Kaiserzeit (1884), trotz späterer Kritik und Korrekturen noch immer Standardwerke des Faches darstellen.
Hiram Kümper
Literaturverzeichnis
Werk-, Auswahlausgaben
- Gesammelte Schriften, 8 Bde., Berlin 1905-1913 (Nachdruck 1965)
Einzelausgaben (in Auswahl)
- Römische Geschichte, 4 Bde. (Bd. I-III und V), Leipzig 1854-1856
- Römische Forschungen, 2 Bde., Berlin 1864/79
- Römisches Staatsrecht, 3 Bde., Leipzig 1871-1888 (vgl. dazu Jürgen Malitz: Stellenregister zu Th. M.s Staatsrecht, München 21982)
- Römisches Strafrecht, Berlin 1899
- Digesta Iustiniani Augusti, 2 Bde., Berlin 1866-1870
- Auctores Antiquissimi I 5 (MGH Scriptores 5,1), Hannover 1882-1898
- Corpus Inscriptionum Latinarum, Berlin 1877-1902
- Theodosiani libri XVI, posthum hrsg. von Paul M. Meyer, Berlin 1905
- Tagebuch der französisch-italienischen Reise 1844/45, hrsg. von Gerold und Brigitte Walser, Bern 1976
- Barbara u. Alexander Demandt (Hgg.): Römische Kaisergeschichte, hrsg. nach den Vorlesungsmitschriften von Sebastian und Paul Hensel 1882/86, München 1992
- Die Schrift Die Grundrechte des deutschen Volkes. Mit Belehrungen und Erläuterungen, anonym 1849 in Leipzig erschienen, wird mit Lothar Wickert (Hrsg., Frankfurt a.M. 1970) M. zugeschrieben.
Briefwechsel
- Theodor Storms Briefwechsel mit Th. M. (mit einem Anhang der Korrespondenz M.s mit der Schleswigholsteinischen Zeitung 1848), hrsg. von Hans-Erich Teitge, Weimar 1966
- M. und Wilamowitz. Briefwechsel 1872-1903, hrsg. von Friedrich und Dorothea Hiller von Gaetringen, Berlin 1935 (vgl. dazu Jürgen Malitz: Nachlese zum Briefwechsel M.-Wilamowitz, in: Quaderni di Storia 17 (1983), S. 123-150
- Th. M. - Otto Jahn. Briefwechsel 1842-1868, hrsg. von Lothar Wickert, Frankfurt a. M. 1962
- Ines Stahlmann: Friedrich Carl von Savigny und Th. M. Ihr Briefwechsel zwischen 1844 und 1856, in: Peter Kneissel / Volker Losemann (Hgg.): Alte Geschichte und Wissenschaftsgeschichte. Festschrift für Karl Christ, Darmstadt 1988, S. 465-501
- Siehe auch weiter unter Nachlass sowie die Erinnerungen von Adelheid Mommsen: Mein Vater, München 1992 (Nachdruck des Titels „Th. M. im Kreise seiner Lieben“, Berlin 1936).
Forschungsliteratur in Auswahl
- Frank Behne: Heinrich Siber und das Römische Staatsrecht von Th. M.. Ein Beitrag zur Rezeptionsgeschichte M.s im 20. Jahrhundert, Hildesheim / New York 1999
- ders.: Volkssouveränität und verfassungsrechtliche Systematik. Beobachtungen zur Struktur des Römischen Staatsrechtes von Th. M., in: Jörg Spielvogel (Hg.): Res Publica Reperta. Zur Verfassung und Gesellschaft der römischen Republik und des frühen Prinzipats. Festschrift für Jochen Bleicken zum 75. Geburtstag, Stuttgart 2002, S. 124-136
- Helmut Berding: Th. M. Das Problem der Geschichtsschreibung, in: Peter Alter / Wolfgang J. Mommsen / Thomas Nipperdey (Hgg.): Geschichte und politisches Handeln. Studien zu europäischen Denkern der Neuzeit. Theodor Schieder zum Gedächtnis, Stuttgart 1985, S. 234-260
- Jochen Bleicken: Im Schatten M.s, in: Rechtshistorisches Journal 15 (1996), S. 3-28 (vgl. Kunkel 1995)
- Walter Boehlich: Der Berliner Antisemitismusstreit, Frankfurt a.M. 1965
- Bringmann, Klaus: Das zweite Triumvirat. Bemerkungen zu M.s Lehre von der außerordentlichen konstituierenden Gewalt, in: Peter Kneissel / Volker Losemann (Hgg.): Alte Geschichte und Wissenschaftsgeschichte. Festschrift Karl Christ, Darmstadt 1988, S. 22-38
- Karl Christ: Von Gibbon zu Rostovtzeff. Leben und Werk führender Althistoriker der Neuzeit, Darmstadt 1972
- ders.: „... die schwere Ungerechtigkeit gegen Augustus“. Augustus, M. und Wilamowitz, in: Tria Corda. Scritti in onore di Arnaldo Momigliano, Como 1983, S. 89-100
- Brian Croke: M.’s Pompey, in: Quaderni di storia 22 (1985), S. 137-149
- ders.: M. and Byzantium, in: Philologus 129 (1985), S. 274-285
- ders.: M. on Gibbon, in: Quaderni di storia 32 (1990), S. 47-59
- ders.: Th. M. and the Later Roman Empire, in: Chiron 20 (1990), S. 159-189
- ders.: M.’s Encounter with the Code, in: Jill Harries / Ian Wood (Hgg.): The Theodosian Code, London 1993, S. 217-239
- Alexander Demandt: M.s ungeschriebene Kaisergeschichte, in: Jb. der Berliner Wissenschaftlichen Gesellschaft 1983, Berlin 1984, S. 147-161
- ders.: M. in Berlin, in: Wolfgang Treue / Karlfried Gründer (Hg.): Wissenschaftspolitik in Berlin. Minister, Beamte, Ratgeber, Berlin 1987, S. 149-173
- ders.: M. zum Niedergang Roms, in: HZ 261 (1995), S. 23-49
- Antonino Di Iorio: Th. M. nel Sannio antico. Atti del Convegno di Studi, Pietrabbondante, 7 novembre 1998, Rom 1999
- Egon Flaig: Im Schlepptau der Masse. Politische Obsession und historiographische Konstruktion bei Jacob Burckhardt und Th. M., in: Rechtshistorisches Journal 12 (1993), S. 405-442
- Christian Gizewski: Ein nötiger Rekonstruktionsversuch. Th. M.s Römische Kaisergeschichte, in: HZ 259 (1994), S. 109-118
- Carl Gehrcke: Th. M. als schleswig-holsteinischer Publizist, Breslau 1927
- Lionel Gossmann: Orpheus Philologus. Bachofen versus M. on the study of antiquity (Transactions of the American Philosophical Society 73, 5), Philadelphia 1983
- Otto Gradenwitz: † Th. M., in: ZRG RA 25 (1904), S. 1-31
- Ludo M. Hartmann: T. M. Eine biographische Skizze, Gotha 1908 (mit einem Anhang von politischen Schriften M.s)
- Karl-Joachim Hölkeskamp: Zwischen „System” und „Geschichte”. Th. M.s Staatsrecht in Frankreich und Deutschland, in: Hinkern Bruhns / Jean-Michel David / Wilfried Nippel (Hgg.): Die späte römische Republik. La fin de la république romaine, Rom 1997, S. 93-111
- Alfred Heuss: Th. M. und das 19. Jahrhundert, Kiel 1956 21996 (vgl. Rez. Momigliano in Gnomon 30 (1958), S. 1-6)
- ders.: Th. M. als Geschichtsschreiber, in: Notker Hammerstein (Hg.): Deutsche Geschichtswissenschaft um 1900, Stuttgart 1989, S. 37-95
- ders.: Th. M. über sich selbst. Zur Testamentsklausel von 1889, in: Antike und Abendland 4 (1957), S. 105-117
- Hans-Markus von Kaenel: „... ein wohl großartiges, aber ausführbares Unternehmen“. Th. M., Friedrich Imhoof-Blumer und das Corpus Nummorum, in: Klio 73 (1991), S. 304–314
- Julius Kaerst: † Th. M., in: Hist. Vierteljahrschrift 7 (1904), S. 313-342
- Jürgen Kuczynski (Hg.): Th. M. Porträt eines Gesellschaftswissenschaftlers (Studien zur Geschichte der Gesellschaftswissenschaften 9), Berlin 1978
- Wolfgang Kunkel: Th. M. als Jurist, in: Chiron 14 (1984), S. 369-380
- ders.: Staatsordnung und Staatspraxis der römischen Republik, München 1995
- Jürgen Malitz: Th. M. und Wilamowitz, in: William M. Calder III. / Hellmuth Flashar / Theodor Lindken (Hgg.): Wilamowitz nach 50 Jahren, Darmstadt 1985, S. 31-55
- ders.: „Ich wünschte ein Bürger zu sein“. T. M. als Bürger im wilhelminischen Reich, in: Karl Christ / Arnaldo Momigliano (Hgg.): L’antichità nell’ottocento in Italia e Germania, Bologna / Berlin 1988. S. 321-360
- ders.: M., Caesar und die Juden, in: Hubert Cancik / Hermann Lichtenberger / Peter Schäfer (Hgg.): Geschichte - Tradition - Reflexion. Festschrift für Martin Hengel zum 70. Geburtstag, Bd. 2, Tübingen 1996, S. 371-387
- James F. McGlew: Revolution and Freedom in Th. M.’s „Römische Geschichte“, in: Phoenix 40 (1986), S. 424-445
- Christian Meier: Das Begreifen des Notwendigen. Zu Th. M.s „Römischer Geschichte“, in: Reinhard Koselleck. u.a. (Hgg.): Formen der Geschichtsschreibung, München 1982, S. 201-244
- Stefan Rebenich: Th. M. und das Verhältnis von Alter Geschichte und Patristik, in: Jacques Fontaine u.a. (Hgg.): Patristique et antiquité tardive en Allemagne et en France de 1870 à 1930, Paris 1993, S. 131-154
- ders.: M., Harnack and the Prosopography of the Later Roman Empire, in: Medieval Prosopography 17 (1996), S. 223-229
- ders.: Th. M. und Adolf Harnack, Berlin / New York 1997
- ders.: Th. M. Eine Biographie, München 2002
- Jan Schröder: Th. M., in: ders. / Gerd Kleinheyer (Hgg.): Deutsche und Europäische Juristen aus neun Jahrhunderten, 4. überarb. Aufl., Heidelberg 1996, S. 286-291
- Robert F. Southard: M., Th. German Historian of the Ancient World, in: Kelly Boyd (Hg.): Encyclopedia of Historians and Historical Writing, Bd. 2, London / Chicago 1999, S. 827f.
- Thomas Yan: M. et l’“Isolierung“ du droit, Paris 1984
- Gerrit Walther: Th. M. und die Erforschung der römischen Geschichte, in: Glenn W. Most (Hg.): Historicization. Historisierung, Göttingen 2001, S. 241-258
- Lothar Wickert: Th. M. Eine Biographie, 4 Bde., Frankfurt a. M. 1959-1980
- ders.: Th. M. und Jacob Bernays, in: HZ 205 (1967), S. 265-294
- ders.: Drei Vorträge über Th. M., Frankfurt a. M. 1970
- Albert Wucher: M.’s historical writing. A continuation of politics by other means, in: Walter Laqueur / George L. Mosse (Hgg.): Historians in politics, London 1974, S. 37-57
- ders.: M.s unvollendete Römische Geschichte, in: Saeculum 4 (1953), S. 414-436
- ders.: Th. M., Geschichtsschreibung und Politik, Göttingen 1959 21968 (mit Bibliographie; vgl. auch Rez. Momigliano in Gnomon 30 (1958), S. 1-6)
- ders.: Th. M., in: Hans-Ulrich Wehler (Hg.): Deutsche Historiker, Bd. 4, Göttingen 1972, S. 7-24
- ders.: Der Historiker und sein politischer Beruf. Th. M.s Beispiel, in: Oscar Gabriel u. a. (Hgg.): Der demokratische Verfassungsstaat. Theorie, Geschichte, Probleme. Festschrift für Hans Buchheim zum 70. Geburtstag, München 1992, S. 259-275
Personalbibliographien
- Karl Zangemeister / Emil Jacobs: Th. M. als Schriftsteller. Ein Verzeichnis seiner Schriften, Berlin 1905 (Neuausgabe Hildesheim 2000)
Nachlass
- In der Hauptsache in Berlin (Staatsbibliothek, Preuß. Akademie), Bonn (Universitätsbibliothek) und Kiel (Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek). Vollständige Aufstellung mit bibliographischen Nachweisen unter http://library.byu.edu/~rdh/prmss/l-m/mommsen.html
Literarische Gesellschaft
- „Mommsen-Gesellschaft. Verband der deutschen Forscher auf dem Gebiete des griechisch-römischen Altertums“; gegründet 1949/50 in Hinterzarten und Jena auf Betreiben Bruno Snells (1896-1986); derzeit rund 600 Mitglieder (August 2004); Sitz am Archäologischen Institut der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg i. Br.

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